Reinigung von Prozessabluftanlagen

 

Unter Prozessluft versteht man die Abluft von Maschinen aus dem Produktionsprozeß.

Je nach der Produktionsumgebung gelangen dabei unverbrauchte Stoffe bzw. Umwandlungsprodukte in die Abluft der Maschinen.

Hierbei handelt es sich z. B. um:

  ätzende Substanzen

  gesundheitsschädliche bzw. giftige Stoffe

  explosive Stoffe

  ölige oder schmierende Rückstände

  selbstentzündende Stoffe


Häufig kommt es dabei zu Ablagerungen in den Leitungen. Bei starker Verschmutzung kann es zu reduzierten Luftmengen kommen, Maschinen zeigen Störungen, der Produktionsprozeß ist gefährdet. Häufig sind Ablagerungen brennbar, so daß sie zusätzlich eine Brandlast darstellen. Eine Reinigung solcher Leitungen stellt hohe Anforderungen an den Fachbetrieb und erfordert einen höheren Aufwand:

  Leitungen sind häufig kleiner als in der Lüftungstechnik

  Leitungen lassen sich nicht an beliebigen Stellen öffnen

  Der Stillstand von Anlagen ist teuer, für die Reinigung bleibt nur wenig Zeit

  Rückstände können oft nicht vollständig identifiziert werden, ihre Gefährlichkeit
     ist unbekannt

  Der Einsatz von ex-geschützten Reinigungsgeräten wird häufig gefordert

  Aggressive Rückstände können Reinigungsgeräte angreifen

  Es muß vermieden werden, daß es zu Staubexplosionen kommt

  Bei der Reinigung können toxische oder ätzende Gase entstehen, die sich durch Filter
     nicht auffangen lassen

  Rückstände können fest an den Leitungen anhaften, so daß Reinigungsgeräte aus der
     klassischen Lüftungsreinigung nicht einzusetzen sind

  Aufgefangener Schmutz muß häufig dem Sondermüll zugeführt werden

Eine Reinigung solcher Leitungen sollte nur von einem Fachunternehmen durchgeführt werden. Vor Arbeitsbeginn ist deshalb ein Einbeziehen der Verantwortlichen im Betrieb wichtig, damit eine gute Planung erstellt werden kann.

Verschmutzte Prozessluftleitung

 

 

Verschmutzte Prozessluftleitung

 

 

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